Der Immobilienbrief Nr. 630

Der „Immobilienbrief” Nr. 630:

Im Editorial findet Werner Rohmert die Vorstellung einer Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke so surreal, dass er sich fragt, was man einer Regierung inzwischen alles zutraut. Danach geht es um die eigentlichen Umbrüche: Klima, KI und humanoide Roboter verändern Wirtschaft und Gesellschaft mit zunehmender Geschwindigkeit. Rohmert beschäftigt sich zudem mit der 12.18.-Pleite und dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin, den Risiken von Anleihefinanzierungen sowie den Milliarden-Aufwertungen der Wohnungs-AGs. Auch die Zukunft des Bundesbank-Gebäudes und 25 Jahre „Der Immobilienbrief“ geben Anlass zum Nachdenken. Sein Fazit zur Immobilienkrise: Depression ist kein Dauerzustand. Entscheidend sei nicht „ob“, sondern „wann“ die Erholung kommt. (Seite 1)

  • KÜHNE-TOD GEFÄHRDET ZUKUNFT DES ELBTOWER WEITER: Nach dem Tod von Klaus-Michael Kühne wächst die Unsicherheit über die Finanzierung und Fertigstellung des Hamburger Elbtowers weiter. (Rohmert, Seite 3)
  • ANLEIHEFINANZIERUNG FRISST IHRE KINDER: Die aktuellen Probleme bei 12.18./VZB, Pandion, Branicks/TTL und Deutsche Finance zeigen erneut die Risiken fehlender Fristenkongruenz und teurer Anschlussfinanzierungen. (Rohmert, Seite 4)
  • 12.18.-PLEITE FÜHRT NICHT ZU NEUEN VERLUSTEN BEI DEN ZAHNÄRZTEN: Das VZB hatte den nahezu vollständigen Verlust seines Engagements bei 12.18. bereits 2024 berücksichtigt, wodurch die aktuelle Insolvenz keine zusätzlichen prognostizierten Verluste auslöst. (Rohmert, Seite 7)
  • ANLEIHE-HIOBSBOTSCHAFTEN GEHEN WEITER: Pandion beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung, während die Restrukturierung von Branicks und die Situation bei TTL weitere Risiken für Gläubiger und Aktionäre zeigen. (Rohmert, Seite 9)
  • JLL VICTOR BÜSST ERHOLUNG DER LETZTEN QUARTALE EIN: Der JLL Victor fällt im Q2 2026 um 3% und macht einen großen Teil der jüngsten Erholung wieder zunichte, während steigende Renditen die Werte belasten. (Rohmert, Seite 11)
  • PFANDBRIEFBANKEN MELDEN ROBUSTES NEUGESCHÄFT IM Q2: Die vdp-Mitgliedsinstitute steigerten ihr Immobilienfinanzierungsneugeschäft im ersten Halbjahr um 8,5% auf 80,4 Mrd. Euro, bleiben aber deutlich unter dem Niveau vor der Zinswende. (Seite 13)
  • RENDITESPREAD BILDET RISIKO NICHT AB UND BREMST ERHOLUNG: Newmark sieht bei Prime-Büros weiterhin zu geringe Risikoprämien und erwartet weitere Preisanpassungen, bevor der Investmentmarkt nachhaltig anspringt. (Rohmert, Seite 13)
  • Q2 VDP-INDEX: Wohnimmobilien verteuern sich gegenüber dem Vorjahr weiter, während Büro- und Einzelhandelsimmobilien Preisrückgänge verzeichnen. (Seite 15)
  • ANLEGERFLUCHT BEI OIF GEHT WEITER: Aus Offenen Immobilien-Publikumsfonds flossen im ersten Halbjahr netto 3,3 Mrd. Euro ab; aufgrund der zwölfmonatigen Kündigungsfrist dürften weitere Abflüsse folgen. (Rohmert, Seite 17)
  • KOMPETENZ STATT PFLICHT: Nach Abschaffung der gesetzlichen Weiterbildungspflicht für Makler richtet das EBZ sein Angebot stärker auf KI, Digitalisierung, Vertrieb und praxisbezogene Qualifizierung aus. (Seite 27)
  • JLL GLOBAL HEALTH MONITOR: Weltweit bleiben Nutzernachfrage und Kapitalmarktaktivität robust; Bürovermietung, Einzelhandel, Logistik und Rechenzentren zeigen trotz geopolitischer Risiken Wachstum. (Petra Rohmert, Seite 28)
  • DÄMPFER FÜR DAS IMMOBILIENKLIMA IM AUGUST: Das Deutsche Hypo Immobilienklima fällt um 6% auf 81,4 Punkte, wobei alle Segmente nachgeben und lediglich Wohnen vergleichsweise robust bleibt. (Petra Rohmert, Seite 28)
  • STEIGENDE BAUGENEHMIGUNGEN BEDEUTEN ABER KEINE ENTSPANNUNG: Die Zahl der genehmigten Wohnungen steigt im ersten Halbjahr um 15,1%, doch der ZIA warnt, dass Genehmigungen noch keine höheren Fertigstellungen bedeuten. (Seite 29)
  • GESCHÄFTSKLIMA IM WOHNUNGSBAU LEICHT VERBESSERT: Das ifo-Geschäftsklima steigt leicht, während Auftragsmangel zurückgeht, Projektstornierungen aber zunehmen und die Erholung fragil bleibt. (Seite 29)
  • LAZARD WARNT VOR HYPE-THEMEN WIE INFRASTRUKTURINVESTMENTS: Langfristige Wachstumstreiber bleiben intakt, doch Lazard warnt vor pauschalen Megatrend-Investments und setzt auf stabile Geschäftsmodelle mit planbaren Erträgen. (Seite 30)