Sachwertanlagen bleiben tragende Säule im Private Banking

Sachwertanlagen behaupten auch 2026 ihre zentrale Rolle im Private Banking. Das ist das Ergebnis der aktuellen Marktumfrage „Zukunft von Sachwertanlagen im Private Banking 2026“, die von der EB-SIM mit initiiert und gemeinsam mit Scope, RUECKERCONSULT, dem Private Banking Magazin und Quadoro durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen: Immobilien- und Infrastrukturinvestments bleiben für vermögende Kundinnen und Kunden ein wesentlicher Baustein für Werterhalt, Diversifikation und langfristige Vermögensstrukturierung.

Für die Studie wurden Entscheider aus dem Private Banking und Wealth Management befragt. Die Ergebnisse bestätigen die strategische Ausrichtung der EB-SIM: In einem volatilen Marktumfeld suchen Investoren primär nach Werterhalt (78 Prozent) und Diversifikation (62 Prozent). Die reine Renditemaximierung steht mit 57 Prozent erst an dritter Stelle. Dennoch formulieren die Entscheider konkrete Renditeerwartungen: Bei Immobilieninvestments liegt der Zielkorridor überwiegend bei 4 bis 5 Prozent, bei Infrastrukturinvestments bei 5 bis 7 Prozent.

„Sachwertanlagen sind aus einer ganzheitlichen Vermögensallokation nicht mehr wegzudenken“, sagt Sebastian Kösters, Geschäftsführer und Chief Investment Officer (CIO) der EB-SIM. „Gerade als diversifizierender Baustein tragen sie wesentlich zur Stabilisierung von Portfolios bei. Die Studie bestätigt, dass Banken und Kunden auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld auf reale Werte setzen – mit einem klaren Fokus auf Qualität, Struktur und langfristige Stabilität.“

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage: Die Reputation von Anlage und Manager hat für Banken höchste Priorität. Als größte Herausforderung im Vertrieb von Sachwertanlagen nennen die Befragten das Reputationsrisiko – insbesondere infolge unerfahrener oder wenig etablierter Manager. Auch Kostenstrukturen und regulatorische Komplexität spielen eine wichtige Rolle.

„Vertrauen ist im Private Banking der entscheidende Faktor“, betont Kösters. „Gerade bei langfristigen und komplexen Sachwertinvestments erwarten Investoren nachvollziehbare Strategien, transparente Strukturen und erfahrene Manager.“

Erneuerbare Energien im Fokus der Infrastruktur

Ein besonders deutliches Signal sendet die Umfrage im Bereich der Infrastruktur-Anlagen. Fast 70 Prozent der befragten Banken bieten ihren Kunden bereits Zugang zu Infrastruktur-Investments. Dabei dominiert ein Sektor klar: Energieinfrastruktur in Deutschland steht mit fast 90 Prozent Zustimmung unangefochten an der Spitze der präferierten Nutzungsarten.
 

„Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Finanzierung der Energiewende im Private Banking angekommen ist“, kommentiert Dr. Bernhard Graeber, Leiter Real Assets und Geschäftsführer bei der EB-SIM. „Kunden suchen inflationsgeschützte, reale Werte. Energieinfrastruktur bietet genau das: stabile Cashflows und gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Transformation unserer Wirtschaft.“

Produktaufnahme bleibt strategische Entscheidung

Bei 83 Prozent der Institute entscheidet der Vorstand über die Aufnahme neuer Sachwertprodukte in den Bankenvertrieb. Der Private-Banking-Bereich ist dabei nahezu immer eingebunden, während klassische Wertpapierbereiche teilweise eine geringere Rolle spielen. „Sachwertanlagen sind strategische Produkte“, so Kösters. „Die Ergebnisse zeigen, dass ihre Aufnahme zu Recht auf Vorstandsebene entschieden wird.“

Quelle: EB – Sustainable Investment Management GmbH